Vereinschronik

Auszug aus der Chronik

Im Jahr 2008 feierte der SC Kellersberg sein 50jähriges Vereinsjubiläum, obwohl der eigentliche Geburtstag bereits 1916 mitten im 1. Weltkrieg liegt. Damals gründeten 26 Bergleute den Verein Viktoria Kellersberg. Nach dem Kriege im Jahr 1919, erfolgte die Umbenennung in Sport Club Viktoria Kellersberg.

Der Sport-Club Viktoria Kellersberg begann in der Bezirksklasse Aachen. Durch ein Entscheidungsspiel stieg der Sport-Club in die Rheinbezirksliga auf (dort spielten damals nur namhafte Mannschaften, wie auch der 1. FC Köln).

Die finanziellen Schwierigkeiten waren in der damaligen Zeit – wie auch zum Teil heute noch – mit starken Kopfschmerzen verbunden. Die Sportvereine Viktoria Kellersberg und der Sportverein Alsdorf fusionierten 1949, da sie wirtschaftlich als auch sportlich den Bedingungen der Leistungsklasse gerecht werden wollten. Aber dieser Spitzenverein ist nur ein kurzes Ereignis in der Alsdorfer Fußballgeschichte. In den neun Jahren der Zusammenarbeit war keine Einigkeit darüber zu erzielen, wie viele Alsdorfer und wie viele Kellersberger in der ersten Mannschaft spielen sollten. Der Wunsch der Kellersberger, einen eigenen Verein zu gründen, wurde immer stärker. Extrem beeinflusst haben die drei Kellersberger. Jakob Rinkens, Andreas Dusemund und nicht zuletzt Hubert Mertens. Die große Resonanz bei der Gründungsversammlung im Saale Stassen bewies, dass dieser Schritt bereits überfällig war. Die Aufkündigung des vorherigen Zusammenschlusses sowie die Gründung des neuen/alten Kellersberger Vereins Viktoria Kellersberg wurde daraufhin am 24. August 1958 durch 209 enthusiastische Mitglieder beschlossen. Im Herbst 1958 gab es akute Hemmnisse seitens des ehemaligen Fusionspartners. Es wurden Einwände bezüglich der Sportplatzbenutzung an der Broicher Straße ausgesprochen. Aber ein Sportler gibt so schnell nicht auf. Die Verantwortlichen von Glück-Auf Ofden hatten sich bereiterklärt, Viktoria Kellersberg ihren Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Somit konnte die Gründung des neuen Fußballvereins „Kellersberg“ in Angriff genommen werden. Am 2. Oktober 1958 ist die Aufnahme in den Verband durch den Vorstand des Fußballverbandes Mittelrhein beschlossen. Die Einstufung in die 3. Kreisklasse erfolgte. In den Folgejahren ist man viermal nacheinander in die nächsthöhere Spielklasse bis hin zur Landesliga aufgestiegen. Im Jahr 1963 konnte endlich der Umzug zum Sportplatz an der Broicher Straße, der erstklassig war, gefeiert werden. 1964 feierte man die Einweihung des eigenen Jugendheimes.

Die positive Entwicklung vollzog sich aber nicht ohne Rückschläge. Im Jahre 1965 musste sich der SC Kellersberg wegen eine angeblichen Verstoßes gegen das Amateurstatut verantworten.  Eine schwarze Kasse soll Spieler finanziert haben. Die Spruchkammer entschied dem 1. Vorsitzenden Hans Heffels, dem Geschäftsführer Jakob Rinkens und 2. Kassierer Arno Schneider die Ausübung eines Vorstandsamtes für die Dauer eines Jahres zu entziehen.  Wer glaubte die  Weiterentwicklung des SC Kellersberg verhindern zu können, der hatte sich geirrt. Der weitere Ausbau der eigenen Sportplatzanlage wurde intensiv angetrieben. Im Jahre 1968 konnte man rechtzeitig zum zehnjährigen Vereinsjubiläum die Flutlichtanlage eingeweiht werden. Das Eröffnungsspiel bestritt man gegen den damaligen Bundesligisten Alemannia Aachen.

Um die finanziellen Dinge zu verwirklichen wurde Ende der 70er Jahre ein alljährliches Sommerfest durchgeführt. Ein weiterer Schritt zur finanziellen Eigenständigkeit war die Trikot- und Bandenwerbung.

In der Saison 1977/78 stieg man aus der Landesliga in die Bezirksliga ab. Immer schwächer wurde in den letzten Jahren das fußballerische Leistungsvermögen, nicht zuletzt durch die dem Verein nicht mögliche und zu diesem Zeitpunkt auch nicht gewollte Verpflichtung fremder Spieler. Der Abstieg in die Kreisliga A kam dann in der Saison 1997/1998.

Es dauerte  jedoch fünf Jahre um das Ziel  Wiederaufstieg zu erreichen. Nachdem man im ersten Jahr Vizemeister der Kreisliga A geworden war, scheitete der Aufstieg in den folgenden Relegationsspielen. Auch in den Jahren 2002/2003 war es dann endlich soweit. Die 1. Mannschaft stieg souverän unter der Leitung von Günther Delzepich in die Bezirksliga auf. Das entscheidende Spiel konnte mit 3:1 n.V. gegen Hertha Walheim gewonnen werden.  Seit  diesem Aufstieg wurde der SC Kellesberg drei Mal Dritter und verpasste somit jedes Mal nur knapp den Aufstieg in die Landesliga. Doch rechtzeitig zum 50jährigen Vereinsjubiläum schaffte man nach mehr als 30 Jahren die Rückkehr in die Landesliga.

Ein Verein besteht nicht nur aus einer 1. Mannschaft, sondern auch die anderen Seniorenmannschaften erzielten nennenswerte Erfolge.  In der Saison 1969/70 stieg die 2. Mannschaft in die 2. Kreisliga auf, n der sie sich gut in Szene setzen konnte. 1985/86 der Aufstieg in die 1. Kreisliga , so hoch hatte noch keine Kellersberger Reserve gespielt. Traurig war jedoch, dass man im dauf folgend Jahr wieder absteigen musste. In der Zwischenzeit musste unsere 2. Mannschaft sogar in die Kreisliga C absteigen.

Das Fussball nicht nur Männersache ist, dies wurde in Kellersberg auch bewiesen. Denn bereits im Jahre 1971 wurde eine Damenabteilung gegründet. Die Damenmannschaft entwickelte sich zu einem weiteren Leistungsposten des Vereins. In der Bezirksklasse wurde man viermal Meister. 1980/81, entschloss man sich den Aufstieg in die Landesliga zu wagen. Längst überfällig war dieser Schritt, das wurde uns bewusst, als die erneute Meisterschaft in der Saison 192/83 stattfand. Folge war der Aufstieg in die höchste Amateurklasse in die Verbandsliga.  Fehlender Nachwuchs führte dann im Jahre 1988 leider zur Auflösung der Damenabteilung .

 

Fortsetzung folgt in kürze !